Schlüsselelemente der Circular Economy

Die Circular Econoymy ist ein verhältnismäßig neues Konzept. Es ist komplex und kann auf Produkte, Unternehmensmodelle oder gar ganze Städte angewandt werden. Unabhängig vom Anwendungsgebiet gibt es zehn Schlüsselelemente, die zu einer Circular Economy führen.  

Refuse (Ablehnen)

Lehne ab, was du nicht benötigst und was unnötig Ressourcen verbraucht. Das gilt im Kleinen (z.B. Werbegeschenke, vermeidbare Verpackungen) wie im Großen (Konzepte wie Minimalismus, Ressourceneffizienz).

Rethink (Umdenken)

Im Grunde müssen wir alle Produkte und Systeme, die wir aktuell nutzen, neu denken und uns fragen: Wie können wir die Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren und Ressourcen sinnvoll(er) nutzen?

Reduce (Reduzieren)

Die Literatur über Circular Economy spricht über eine „Dematerialisierung“ oder auch „mit weniger mehr erreichen“. Dafür gilt es, Produkte intelligenter und effizienter zu produzieren und zu verwenden.

Reuse (Wiederverwenden)

Dieses Prinzip ist bereits aus der Zero-Waste-Bewegung bekannt. Unsere Aufgabe lautet: Von Einweg- zu Mehrweglösungen und von der alleinigen Nutzung zu Sharing-Modellen (z.B. Kleidung, Spielzeug, Autos mieten/teilen) zu wechseln.

Repair (Reparieren)

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich in vielen Ländern eine Wegwerfkultur etabliert. Stattdessen sollten wir (wieder) lernen, Gegenstände zu reparieren. Das funktioniert im Privaten (z.B. Kleidung flicken, Kleinigkeiten selbst reparieren) und Reparaturangebote seitens der Hersteller:innen und entsprechende Dienstleistungen (z.B. Schneider:in, Schuster:in, Reparatur von Elektro-Kleingeräten)

Refurbish (Restaurierung/ Aufbereiten)

Refurbishing ist der Prozess der Restaurierung eines alten oder ausgemusterten Produkts und dessen Aktualisierung, um seine ursprüngliche Funktion zu erfüllen. Dabei werden beschädigte Komponenten ersetzt und häufig sieht das Produkt wieder wie neu aus. Refurbishing kann den Bedarf an neuen Materialien verringern. Dadurch werden Abfall und Ressourcen eingespart.

Remanufacture/ Reconditioning (Wiederaufarbeiten)

Remanufacturing oder Reconditioning beschreibt die Wiederaufbereitung und Wiederverwendung von Teilen eines ausgemusterten Produkts in einem neuen Produkt mit derselben Funktion. Dies bietet sich vor allem bei hochwertigen, hochpreisigen Produkten und Komponenten an (z.B. Elektrogeräte, Fahrzeuge)  

Repurpose (Umfunktionieren)

Schraubgläser, Stofftücher und viele andere alltägliche Gegenstände können für mehr als ihren „eigentlichen“ Zweck genutzt werden. Anstatt für jede Nutzungsart eine neue Sache anzuschaffen, braucht es so nur eine. Das spart Ressourcen. Alternativ können aus ausgemusterten Dingen neue entstehen: alte Schuhe werden zu Blumentöpfen, eine kaputte Leiter zu einem Regal. Das heißt „Upcycling“.

Recycle (Recycling)

Je höher der Recyclinganteil von Produkten und weltweit, desto weniger neue Rohstoffe müssen dafür verwendet werden. In einer perfekten Circular Economy bleiben alle Materialien erhalten und werden immer und immer wiederverwendet.

Recover (Anaerobe Vergärung, Kompostieren)

Sind alle anderen R-Optionen ausgeschöpft, bleibt für biologische Abfälle häufig noch die Vergärung oder das Kompostieren. Beim Kompostieren entsteht aus biologischen Abfällen neue, fruchtbare Erde. Bei der anaeroben (unter Luftausschluss) Vergärung zerlegen Mikroorganismen biologisch abbaubare Abfälle in Materialien, die wir zur Energieerzeugung nutzen können.

Quellen: